Die SoLaWü

Die Solidarische Landwirtschaft Würzburg (SoLaWü) ist ein Projekt der Gemeinschaft – getragen von Verbraucher*innen und Erzeuger*innen, die dem Wort Leben in Lebensmittel wieder eine Bedeutung geben wollen.

Das Prinzip

Gemeinsam die Initiative ergreifen, gute Lebensmittel wertschätzen, Menschen, die dahinter stehen kennen und in ihrem Tun unterstützen, Natur und Umwelt schützen. Kurz – ein achtsamer Umgang mit dem Leben. Das ist die Idee.

Bei dem Modell der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) bilden Verbraucher*innen und Erzeuger*innen eine Wirtschaftsgemeinschaft. Dies ermöglicht Landwirt*innen Unabhängigkeit gegenüber Subventionen und der Preisdiktatur durch dominante Marktteilnehmer wie Supermärkte.

Eine Gruppe von Ernteteiler*innen garantiert die Finanzierung des Anbaus und die Abnahme der Ernte. Alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und vor allem leckere, ökologische, regionale und saisonale Lebensmittel.

Keine Selbstverständlichkeit – auch nicht im Ökolandbau.

Die Erzeuger*innen

Die wöchentlichen „Päckle“ der SoLaWü setzen sich zusammen aus Gemüse der Familie Kraus-Egbers, Mosmann aus Oberaltertheim sowie Streuobstprodukten der Main-Streuobst-Bienen eG aus Margetshöchheim. Beide Betriebe stehen für gesunde, ökologisch hergestellte (Bioland), regionale und saisonale Produkte. Porträts beider Erzeuger finden sich hier.

Das Erntejahr

Beim Treffen aller Interessent*innen am Jahresanfang (in der Regel Mitte Januar) wird von den Erzeuger*innen vorgeschlagen, welche Kulturen angebaut werden und welche Gesamtkosten (Saatgut, Pacht, Lohnkosten …) dafür von der Gemeinschaft aufzubringen sind. Das Treffen bietet auch die Möglichkeit, Ideen beispielsweise für Gemüsesorten, Verteilung oder Aktionen einzubringen.

Das Erntejahr beginnt im Mai, wenn die ersten vereinbarten Kulturen erntereif sind. Folglich entspricht ein SoLaWü-Erntejahr dem Zeitraum 1.Mai bis 30.April. Jede Woche montags werden die Lebensmittel vom Bauernhof und den Streuobstwiesen zu mehreren Verteilpunkten in Würzburg gebracht und können anschließend von den Ernteteiler*innen selbst abgewogen und in den mitgebrachten Taschen und Boxen mit nach Hause genommen werden. Je nach Ort ist die Abholung über mehrere Stunden oder bis zum Folgetag möglich. Auch direkt am Bauernhof in Oberaltertheim kann man das Päckle abholen. Jeweils am Wochenende zuvor gibt es per E‑Mail die Ankündigung, was am Montag im Päckle ist, was auf dem Hof und den Streuobstwiesen gerade so passiert und ob eine Veranstaltung wie beispielsweise eine Mitmachaktion am Hof geplant ist.

Für so manche Ernteteiler*in wird der übliche Speiseplan durch die SoLaWü-Mitgliedschaft erweitert und saisonabhängiger – zum Beispiel durch Grünkohl, Romanesco, Wassermelonen und Spitzkohl.

Und für diejenigen, die Lust haben, gibt es etwa zweimal im Monat die Möglichkeit, auf dem Hof oder der Streuobstwiese bei den Mitmachaktionen mit anzupacken.

Zum Ende des Erntejahres wird Feedback eingeholt, um mit der Kritik und den Ideen in die folgende Jahresversammlung zu gehen.