Nahaufnahme von Bohnenstauden

Bohnen-Ernte

Am Biolandhof Kraus-Egbers Mosmann in Oberaltertheim geht es weiter in der Draußen-Erntesaison. Heute erwartete die zahlreich angetretenen Helfer*innen eine lange Reihe Bohnen. Wie schon bei den Zuckerschoten muss auch deren Ernte in Handarbeit erfolgen, entsprechend willkommen sind viele fleißige Hände. Treffpunkt für alle war 9Uhr direkt am Hof in Oberaltertheim, mit dem ersten Morgenkaffee gab es diesmal eine erste Lagebesprechung rund um den großen Esstisch. Mit dem Ackerauto und privatem PKW ging es raus aufs Feld, dieses Mal zu dem direkt neben der in Bau befindlichen Südlink-Trasse unter den neu gebauten großen Windrädern.

Bitte nur die dicken Bohnen

Teilnehmer*innen der Zuckerschoten-Ernte mussten sich bei der Bohnen-Ernte „leider“ etwas umstellen. So bequem, dass alle Pflanzen einfach gnadenlos ausgerissen und abgeerntet werden durften, war es diesmal nicht. Bohnen wachsen und reifen sehr unterschiedlich, von der Blüte bis zur voll ausgebildeten Frucht ist noch alles an der jeweiligen Pflanze vorhanden. Zudem sind die Bohnen teils sehr gut unter reichlich großen Blättern versteckt, entsprechend gründlich muss gesucht werden. Aber keine Sorge, nach einer Einweisung von Sebastian blieben keine Fragen offen: die dicken Bohnen sind für die Ernte freigegeben. Dabei spielt es keine Rolle, ob nur ein Teil der Bohne dick ist. Die kleinere Bohnen bleiben hängen und werden wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt geerntet.

Pause, Möhrentest und Zucchini

Nach der Ernte der Bohnen gab es die traditionelle kurze Pause mit einer Verkostung der ersten Möhren (schon ordentlich lecker), Wassermelonen (brauchen noch ein bisschen) und eines leckeren Marmor-Kuchen, den eine Teilnehmerin mitgebracht hatte.

Nach der Pause folgte, was am Feld alle paar Tage gemacht wird: Die Ernte von Zucchini (bleiben sie zu lang an der Pflanze werden sie zu groß). Andere Teilnehmer*innen inspizierten das große Feld der Wassermelonen und entfernten dort Unkraut (Melde). Manche der Paprika-Pflanzen hatte der Wind umgeknickt, konnten aber zumindest noch etwas abgeerntet werden.

Wo bleibt der Regen?

Die Regen-Knappheit macht sich besonders bei den Kulturen bemerkbar, die nicht in Mulch gepflanzt wurden. Bei Letzteren ist der Wasserbedarf durch die bedeckende Mulch-Schicht deutlich geringer. Die häufig notwendige Bewässerung bedeutet am Hof natürlich zusätzlichen Arbeitseinsatz mit dem großen Wassertankwagen. Vielleicht kennt ja doch jemand einen Regentanz?

Zurück am Hof gab es noch ein gemütliches Beisammensitzen mit leckerer Brotzeit (Brötchen, Salat, gebratene Paprika). Der Ertrag der Bohnen-Ernte belief sich nach dem Wiegen auf gut 30kg. Schätzt euch also glücklich, wenn ihr welche in eurem Päckle vorfindet!